Strinz-Trinitatis. Ein kleiner Ort im Taunus mit diesem merkwürdigen Namen. Ausgerechnet dort soll es den Stein des Sonnengottes Ra geben, hatte ich gehört. Und wie so oft bei meinen Mystery-Recherchen, hielt ich es für kompletten Unsinn, was ich am Telefon erfahren hatte über diesen Kristall. Doch dann fuhr ich hin und Hans Moster, ein Mann hoch in den achtzigern, führte mich in das düstere kleine Fachwerkhaus. Im schummrigen Licht einer nackten Glühbirne fingerte er in staubigen nach einer Mappe. Die Aufzeichnungen des Dorfschullehrers aus dem Jahr 1887, dem Jahr der Sonnenfinsternis. Lesen Sie, sagte der alte Mann mit einer Bestimmtheit, die mich erschaudern ließ. Er knipste eine alte Schreibtischlampe an und ich begann zu lesen. Ich zeige Ihnen gleich noch mehr, sagte der alte Mann. Es kam der Tag der schwazen Sonne des Jahres 1887. Sie verfinsterte sich und als die Finternis vorüber war, fanden spielende Kinder einen merkwürdigen Kristall, der in der Dunkelheit leuchtete. Er hatte mitten auf der Dorfstraße gelegen, wo ihn vor der Finsternis kein Mensch gesehen hatte. Die Menschen nannten ihn später den Stein des Ra. Sie wissen doch, doch Sonnengott, sagte der Mann. Er merkte mir an, daß ich ihm nicht glaubte, zeigte mir eine weitere Seite aus den Aufzeichnungen von 1887. "Lesen Sie", befahl er. Es wird Zeit, dass du dich entscheidest. Für Lüge oder Wahrheit. Beides liegt dicht beieinander im Reich der Schatten. Klicke hier für “Wahr” und hier für “Gelogen”
Mystery, unheimliche Geschichten, Esoterik, Aberglaube, übersinnliche Phänomene